Fanhilfe kritisiert den Einsatz von Pfefferspray beim Einlass in Elversberg

Während der Einlasskontrolle beim heutigen Spiel in Elversberg setzte die Polizei Pfefferspray gegen KSC-Fans ein.
Nachdem gleichzeitig eine größere Menschenmenge am Gästeblock eintraf, gerieten die Kontrollen kurzzeitig ins Stocken. Aufgrund des immer noch anhaltenden Regens begannen aus dem hinteren Bereich der wartenden Fans einzelne KSC-Anhänger, sich nach vorne zu bewegen. Dies erhöhte den Druck auf die bereits am Einlass stehenden Personen, die keine Möglichkeit hatten, sich dieser Dynamik zu entziehen.
Hierbei handelte es sich jedoch keineswegs um eine außergewöhnliche Situation in einem Fußballstadion.

Unmittelbar hinter der Einlasskontrolle war eine Polizeieinheit positioniert, die direkt und ohne Vorwarnung Pfefferspray gegen die ersten Reihen der KSC-Fans einsetzte.

Nach ersten Einschätzungen wurden mindestens 15 KSC-Fans sowie Angestellte des Ordnungsdienstes verletzt. Selbst einzelne Polizisten trugen Augenreizungen davon.
Dies erschwerte die Einlasssituation vor Ort noch weiter.
Leider erreichte uns auch die Rückmeldung, dass der Sanitätsdienst sehr lange benötigte, bis dieser vor Ort war. Eine schnelle Versorgung von verletzten Personen muss unmittelbar gewährleistet sein.

Der Dachverband der Fanhilfen e.V., zu dem auch die Fanhilfe Karlsruhe gehört, lehnt den Einsatz von Pfefferspray, als das wohl ungeeignetste polizeiliche Mittel bei Fußballspielen, ab. Regelmäßig kommt es bei dessen Einsatz zu einer Vielzahl an Verletzten.

Wir rufen alle Geschädigten auf, sich bei uns zu melden, um rechtliche Schritte zu prüfen:

TEL:   0172/8819865
EMAIL: kontakt@fanhilfe-karlsruhe.de

Ebenso bitten wir Zeugen der Vorkommnisse darum, uns ein Gedächtnisprotokoll zukommen zu lassen.

Wir wünschen allen Verletzten schnelle Genesung.